Similia Similibus Solvuntur

Annahme:

Die Homöopathie tritt hinter die uns greifbare Welt der Formen.

 

Aus den hermetischen Prinzipien ist uns bekannt, dass jede Form einen dahinterliegenden, zeitlosen Inhalt hat. 

 

Sowohl die Alchemie als auch die Signaturenlehre der Antroposophen haben sich

zur Aufgabe gemacht, diese Inhalte zu decodieren. Die damit erreichte Ebene der Metaphysik ist ebenso Betrachtungsgegenstand der Esoterik, Religion und Einweihung. 

 

Um den Inhalt - die Information, Energie, Frequenz - einer Pflanze, eines Minerals, eines jeden Stoffes zu entschlüsseln, müssen Träger (Materie) und Information voneinander getrennt werden. Dies geschieht durch Zerreibung, Verflüssigung und Potenzierung. Die sich nun abgetrennte Information wird durch Selbstversuch in einer Arzneimittelprüfung erfasst. Dabei treten einer repräsentativen Vergleichsgruppe nach Mitteleinnahme Symptome auf. Diese werden erfasst und kategorisiert.

 

Wirkungsprinzip:

 

Die Anwendung des homöopathischen Mittels erfolgt unter Beachtung eines einzigen, unablässigen Prinzips - der Ähnlichkeit.

 

Anwendung:

 

Der Patient weist Symptom A auf. Aus dem Selbstversuch der Arzneimittelprüfung wurde eine repräsentative Wiederholung eines ähnlichen Symptoms unter ähnlichen Modalitäten (beispielsweise nächtliches Fieber zwischen 05.00 - 06:00 morgens) bei einem bestimmten Mittel erfasst.

Je ähnlicher die Symptomatik des Patienten zur Arzneimittelprüfung, desto näher befindet sich der Homöopath am Patienten.

 

Interpretation:

 

Jeder Form steht ein bestimmter Inhalt (Information) hintenan. Wir Menschen bestehen aus einer Vielzahl bestimmter Formen und Inhalte. Steigt eines dieser Formen aus dem Gleichgewicht (Dysbalance in Psyche, Persönlichkeitsstruktur, körperlicher und geistiger Ausprägung), so braucht die Lebenskraft bzw. Seele bestimmte Impulse/Informationen/Inhalte, um ein neues Gleichgewicht und damit eine Weiterentwicklung zu erlangen. 

 

Schlussfolgerung:

 

Die Homöopathie sieht eine Erkrankung nicht als unnötige Verschlechterung eines bestimmten Gesundheitszustands an. Sie ist vielmehr notwendiges Entwicklungspotential eines jeden Menschen. 

 

Diese Weiterentwicklung kann nur erreicht werden durch einen neuen Gleichgewichtspunkt, niemals durch Rückkehr zum alten Gleichgewicht.