πάντα ῥεῖ - Alles fließt

Vom Abbau innerer Widerstände

Annahme für das, was ist

Weißt du eigentlich wie schön es ist, dass du bis hierher in deinem Leben gekommen bist?

 

Hast du dir dafür schon jemals gedankt?  

 

Wenn nicht, dann wäre das hier und jetzt der richtige Augenblick dafür. Denn jede Veränderung beginnt mit der Annahme dessen, was ist.

 


Wissen?

Das, was du bereits gelesen hast, weißt du. Doch das ändert nichts an deiner Situation.

 

Warum? Weil es nicht um Wissen geht, sondern um das, was du empfindest.

 


Erkennen! "Innen, so Außen"

Im Inneren: Wie oft habe ich mich verurteilt für das, was ich nicht bin. Anders ausgedrückt konnte ich nicht akzeptieren, was ich in mir sah. 

 

Im Außen: Oft habe ich mich gefürchtet, von Anderen nicht akzeptiert zu werden, wie ich bin - abgelehnt zu werden für das, was ich bin.

 

Resonanz und Reziprozität: "Innen, so Außen"

Ich hoffte, dass Andere mich für das lieben, für das ich selbst keine Liebe in mir empfand.

 

Wie soll das gehen? Gar nicht! Der Mensch gegenüber ist immer der beste Spiegel meines selbst. Er wird mir das widerspiegeln, was ich selbst von mir denke. Also mich ablehnen für das, was ich selbst an mir ablehne.

 


Anzunehmen, was ist.

Woran erkenne ich die Teile, die ich in mir ablehne? Das ist das, was mich von Außen her berührt:

 

Neid gegenüber dem Reichtum anderer steht in Wahrheit für mein eigenes Defizit, Reichtum anzuhäufen. Auch das ist im jetzigen Augenblick total in Ordnung. Aber mich dafür zu lieben, eben noch nicht materiell reich zu sein, ist ein Schritt hin zur Akzeptanz dessen, was ist.

 

Unverständnis gegenüber benachteiligten Menschen oder gar Belustigung steht für mein Unverständnis gegenüber eigener Defizite und Unvollkommenheit. Um das nicht ansehen zu müssen, belustige ich mich über derer Anderer

Mich dafür zu lieben, dass ich menschlich und damit nicht perfekt bin bedeutet ebenfalls Annahme dessen, was ist.

 

Fehler im Partner gegenüber zu suchen ist auch ein Ausdruck meiner mangelnden Selbstakzeptanz und Selbstliebe. Denn nur dann, wenn ich mich selbst als hässlich und nicht schön empfinde und den Schmerz und die Trauer darüber nicht auszuhalten ist, beginne ich bei meinem Partner diese Fehler zu suchen, um von der eigene  Trauer und Wut über diese eigene Verurteilung und Herabwürdigung abzulenken. 

 

Ich kenne so viele meiner Projektionen. Es ist ein wirklich schmerzhafter und langer Prozess, diese zurückzunehmen und mich selbst auch dafür zu lieben. Denn sie alle sind Ergebnis frühkindlicher Prägung. Damit werden sie Schicksals, Potentiale und Sinn meines Lebens.

 

Mir fällt es oftmals noch immer schwer, die Schönheit eines jeden Menschen zu sehen. Dennoch weiß ich, dass selbst dies Spiegel meiner Anstrengung ist, mich selbst in meiner eigenen Schönheit zu empfinden.